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Kurzgeschichte : Hubi der kleine Hubwagen
   


Information: Hubi der Hubwagen - eine Kurzgeschichte

finden Sie: Hubwagen 2,5t - Hubtische manuell - manuelle Hochhubwagen -


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Artikelbeschreibung



Hubi, der kleine Hubwagen - Kurzgeschichte

In einer großen Fabrik in Hamburg, die sich mit der Herstellung von Hubwagen und Gabelstaplern beschäftigt, wurde vor nicht allzu langer Zeit einem kleinen Hubwagen das Leben geschenkt. Hubi wurde er fortan liebevoll genannt, doch Hubi war anders als seine Gefährten.

Er war viel zu klein für sein Alter – seine Gabellänge war nur 800 mm lang und viel tragen konnte er auch nicht. Schon ab 2 Tonnen war seine Belastungsgrenze erreicht und er streckte die Rollen von sich.

Wie sollte man den später nur verkaufen, dachte sich der Hersteller, welcher lediglich auf einen möglichst hohen Gewinn bedacht war. Kurze Beine, kaum belastbar… eine absolute Fehlproduktion die wohl mehr Scherereien einbringt als einem lieb sein kann. Insgesamt war der Maschinenhandel recht rücksichtslos wenn es um seinen Gewinn ging. Das soziale Umfeld der neuen Besitzer wurde gar nicht erst geprüft. Nicht selten kam es vor, dass die jugendlichen Hubwagen, kaum dass Sie sicher auf Ihren Rollen fahren konnten, an große Konzerne geliefert wurden, die diese teilweise 12 Stunden am Tag für den Transport von schweren Lasten einsetzen. Verstaubte und dunkle Lagerhallen oder Schotterwege die den empfindlichen Rollen Schmerzen bereiten, bestimmten das weitere Leben.

Auch der Umgangston war nicht gerade freundlich. Oftmals wurde mit roher Gewalt unter Paletten gefahren, Schrammen und Kratzer an der empfindlichen Haut somit keine Seltenheit. Da ist es auch kaum verwunderlich, dass den meisten Hubwagen kein sonderlich langes Leben vergönnt gewesen ist. Wer Glück hatte überlebte 4 Jahre, bevor der letzte Weg zum Schrotthändler anstand wo der Hubwagen dann neben vielen anderen ungeliebten Maschinen und Werkzeugen, meistens ungeschützt vor Kälte und Nässe, seine letzten Lebensjahre verbringen konnte.

Doch so weit war der kleine Hubi noch lange nicht.

Hubi stand die ersten Wochen in einer dunklen Ecke der großen Lagerhalle herum. Genau genommen stand er in der letzten und dunkelsten Ecke, hinter Versandkartons versteckt, weil sich der Hersteller so sehr für Ihn schämte und potentielle Kunden durch seinen Anblick nicht vergraulen wollte.

Doch die anderen Hubwagen in der Fabrik hatten Mitleid mit Hubi und so gesellten Sie sich, meistens spät am Abend, wenn alle Mitarbeiter die Halle verlassen hatten, zu Ihm und erzählten spannende Geschichten vom Tag. So zum Beispiel von Wagner, dem Hubwagen mit Waage, der ins ferne Amerika verkauft wurde. Wagner konnte zählen und Gewichte bis auf kleinste Gramm genau schätzen, dass Ihm damit alle Türen offen standen und er sich seinen späteren Arbeitgeber fast selber aussuchen konnte war klar. Dennoch waren viele in der Halle traurig, denn Wagner half dort regelmäßig den kleinen Hubwagen beim Gewichte stemmen. 2,5 Tonnen schaffte fast jeder, doch nur die wenigsten konnten auch 3 Tonnen Last auf Ihrer schmalen Gabel transportieren ohne die Rollen von sich zu strecken und Wagner hatte stets das Trainingsprogramm in Kopf um möglichst viele Hubwagen durch stetige Gewichtssteigerung die 3 Tonnen Stemmtechnik beizubringen und Ihnen so ein besseres Leben zu ermöglichen.

Hubi lauschte gespannt den Geschichten von fernen Ländern, den weiten Reisen auf dem LKW und den hochwertigen Gütern mit denen sich die reichen Menschen des Landes beliefern lassen. Es ist der Traum eines jeden kleinen Hubwagens einmal vor der Tür einer großen Villa zu stehen und dort Waren abzuladen – in der Hoffnung das der Besitzer den kleinen fleißigen Helfer ebenfalls bei sich aufnimmt und Ihm ein Leben im Luxus bietet.

Doch es gab auch traurige Geschichten. Geschichten von Hubwagen die zur Reparatur zurück in die Fabrik mussten. Erst letzte Woche war einer, wohl durch Übermut, von der Ladefläche 2 Meter in die Tiefe gestürzt und hatte sich dabei die Gabel gebrochen.



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